An einem Tisch: Miyazaki trifft Kurosawa

Zwei der größten Visionäre des japanischen Kinos an einem Tisch: 1993 brachte der TV-Sender Nippon TV Akira Kurosawa und Hayao Miyazaki zusammen. Nur einen Monat vor dem Treffen erschien Kurosawas letzter Film MADADAYO, im Jahr zuvor war Miyazakis PORCO ROSSO in den Kinos zu sehen. Das Video ist leider nicht untertitelt, aber bei Open Culture gibt es ein englisches Transcript des Gesprächs. Einschalten lohnt sich trotzdem – denn wie auch im Werk der beiden entfaltet sich auch bei ihrem Aueinandertreffen ein Großteil der Wirkung nonverbal.

 

„Ein Kino der japanischen Kultur im Detail“: Mannheimer Filmseminar über Akira Kurosawa

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Ein Wochenende im Zeichen Akira Kurosawas: Beim 15. Filmseminar „Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie“ im Mannheimer Cinema Quadrat drehte sich alles um den japanischen Ausnahme-Regisseur. Fünf Filme (plus zwei in Vor- und Nachschau), Betrachtungen aus Filmwissenschaft und -kritik, aus Psychoanalyse und Kunstgeschichte sowie mehrere rege Diskussionsrunden sorgten für spannende Perspektiven auf das Werk Kurosawas und boten wertvolle Anreize zur Vertiefung in sein Schaffen.

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Deutschlandfunk über die Rezeption des japanischen Kinos im Westen

deutschlandfunkEs war ein weiter Weg, den das japanische Kino zurücklegen musste, bis es Eingang fand in die Kinosäle Europas und Amerikas. Erst in den 50er-Jahren setzte die Rezeption im Westen ein, doch dabei, schreibt Lukas Foerster in seinem Essay bei Deutschlandfunk, ist die Geschichte dieser Rezeption eine Geschichte der Missverständnisse. In “ Das japanische Kino als ferner Beobachter“, das als zweiter Teil der Reihe Japan Projektionen in der Sendung Essay und Diskurs erschienen ist, zeichnet er diese Geschichte nach. Abrufbar als Podcast und als vollständiges Manuskript.

via Schneeland / Schneeland Facebook

Japanisches und asiatisches Kino: Wo ihr 2017 überall hin müsst

2017UPDATE: Wegen der großen Resonanz auf die Veranstaltungsübersicht, gibt es jetzt eine neue Seite auf Okaeri, auf der ihr euch permanent über aktuelle Veranstaltungen informieren könnt. Dieser Beitrag wird nicht weiter aktualisiert.

Das Jahr ist erst wenige Tage alt, doch zahlreiche Termine für Festivals, Filmreihen und besondere Veranstaltungen rund um das japanische und allgemein asiatische Kino stehen jetzt bereits fest.

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„Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie“: 15. Mannheimer Filmseminar über Akira Kurosawa

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Ausschnitt aus dem Veranstaltungsflyer

Mit seinen Filmen lieferte er Inspirationen für Western und Weltraumopern, er adaptierte Shakespeare und Dostojewski und schuf mit Samuraifilmen, Gangsterballaden und Sozialdramen ein Werk, das zum festen Kanon der Filmgeschichte gehört: Akira Kurosawa, einer der wichtigsten und zugleich der im Westen wohl populärste Filmemacher Japans. Rund 30 Filme hat er im Laufe seiner Karriere gedreht und sich selbst dabei immer wieder neu erfunden. Seinen Geschichten ließ er dabei dieselbe Feinfühligkeit zukommen, wie seinen Figuren und dem Aufbau seiner Leinwand. „Kurosawa gehört zu den bedeutendsten Regisseuren des 20. Jahrhunderts, zu den großen Stilisten, die zugleich große Erzähler waren“, schreibt das Mannheimer Cinema Quadrat auf seiner Website. Beim 15. Mannheimer Filmseminar dreht sich dort Ende Januar alles um Kurosawa und die Ergründung seines Werkes: „[Die] humanistische Haltung Kurosawas (…) gilt es (wieder) zu entdecken und für einen aktuellen Diskurs fruchtbar zu machen“, heißt es im programmatischen Ansatz des Filmseminars aus der Reihe „Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie“.

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BANZAI! JAPANESE CULT MOVIE POSTERS: Visuell reizvoll, filmhistorisch wertvoll

banzai_cover_frontalFilmplakate sind nicht nur Werbemittel, sondern auch eine Kunstform und Japan nimmt hier eine besondere Rolle ein – durch ihre charakteristische Collagen-Technik, durch die eindrückliche Kanji-Typografie und ein aufregendes Spiel mit der Bildfläche zwischen formaler Ästhetik und dramaturgischer Spannung. Armin Junge hat sich diesem reizvollen Thema gewidmet: Seit über 20 Jahren sammelt er Kult- und Genrefilmposter aus Japan. In BANZAI! JAPANESE CULT MOVIE POSTERS, das nun bei Creepy Images erschienen ist, bietet er einen einzigartigen Einblick in diese Sammlung und damit auf schillernde Jahrzehnte im japanischen und internationalen Filmgeschäft.

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Osnabrück: 10. Festival des neuen japanischen Films im November

Festival des neuen japanischen FilmsRunde Sache in Osnabrück: In diesem Jahr feiert das Festival des neuen japanischen Films Jubiläum mit seiner zehnten Auflage. Insgesamt 14 Produktionen aus Japan sind am Festivalwochenende von Freitag, 4. November, bis Sonntag, 6. November, sowie den beiden Dienstagen vor und nach diesem Wochenende zu sehen. Am Samstag und Sonntag gibt es neben dem abwechslungsreichen Filmprogramm auch Workshops zu den Themen Origami, Kalligrafie und Manga sowie das Filmfrühstück am Sonntag zu GOOD STRIPES von Sode Yukiko.

Geboren wurde die Idee zu einem eigenen japanischen Filmfestival während der Berlinale 1998. Noch im selben Jahr durfte sich das Osnabrücker Publikum über das erste Festival des neuen japanischen Films freuen.

Zwischen ruhiger Poesie und absurder Komik erwartet die Besucher eine spannende Auswahl aktueller Filme aus Nippon, darunter Sion Sonos THE WHISPERING STAR und TOKYO TRIBE, die Third-Window-Films (Co-)Produktionen HERR FUKU-CHAN VON NEBENAN und LOWLIFE LOVE und die Animes MISS HOKUSAI, PATEMA INVERTED und Eiichi Yamamotos psychedelischer Klassiker DIE TRAGÖDIE DER BELLADONNA.

Das komplette Programm mit allen Filmen und Spielzeiten gibt es auf der Seite des Festivals.

Im Gespräch mit Adam Torel

Adam Torel neu - Kopie

Wenn Adam Torel beginnt zu erzählen, haftet man an seinen Lippen: Der Brite lebt zwischen den Kulturen, ist in London und Tokio zu Hause und weiß mit klarer Kante über sein Leben im Filmgeschäft zu berichten. Mit THIRD WINDOW FILMS veröffentlicht Torel seit gut einem Jahrzehnt asiatisches Kino in Europa, in den vergangenen Jahren ist er zunehmend auch als Produzent in Erscheinung getreten. LOWLIFE LOVE ist seine erste komplett eigenverantwortliche Produktion. Am 18. August startet der Film in den deutschen Kinos. In Frankfurt sprach ich mich mit Adam Torel über die Zusammenarbeit mit Regisseur Eiji Uchida, über das kreative Marketing des Films und darüber, was es bedeutet, die komplette Kontrolle bei der Filmproduktion zu übernehmen. Teil 1 des großen Okaeri-Interviews. Weiterlesen