4. Japanische Filmtage im Filmhaus Saarbrücken

Zwei Klassiker, zwei Mal Gegenwartskino und ein Anime: Das Programm der 4. Japanischen Filmtage im Filmhaus Saarbrücken steht fest und bietet vom 11. bis 14. Mai mit fünf Filmen einen abwechslungsreichen Blick auf die Filmkunst Japans. Höhepunkt ist die Aufführung von Daisuke Itôs Stummfilm JIROKICHI THE RAT (1931), der die Geschichte des berühmten Ganoven Jirokichi erzählt.

Zur Synopsis heißt es im Flyer: „Tagsüber Feuerwehrmann, verwandelt sich Jirokichi nachts in einen Einbrecher, der die reichen Herren und Samurais der Edo-Zeit bestiehlt. Nach einer Reihe von Überfällen befindet er sich auf der Flucht, wird in Schwertkämpfe verwickelt, rettet eine junge Frau aus den Händen von Kriminellen und findet sich am Ende zwischen zwei Frauen wieder.“

Der jidei-geki gilt als früher Vertreter des Chanbara-Subgenres, das von Itô mitentwickelt wurde. „Formal besticht der Film durch eine Vielzahl an technischen und ästhetischen Innovationen und beinhaltet einige der besten Actioszenen der Stummfilmzeit“, zitiert der Veranstaltungsflyer das Filmarchiv Austria. „Die unglaublich bewegliche Kamera von Karasawa Hiromitsu wagt sich bei Kampfszenen mitten ins Getümmel und bewirkt so einen Realismus, der in der Stummfilmzeit seinesgleichen sucht.“ Live begleitet wird die Vorführung durch einen Benshi-Kommentar von Yamaguchi Hideki und Dr. Christel Weins, die musikalische Begleitung erfolgt durch ein Ensemble unter Leitung von Yamagishi Hiromi.

Weiterhin im Rahmen der 4. Japanischen Filmtage zu sehen sind Akira Kurosawas IKIRU – EINMAL WIRKLICH LEBEN (1953), Takeo Kikuchis liebevolles Portrait einer nicht ganz einfachen Kleinstadtfamilie DEAR DEER (2015), das letztes Jahr den „Nippon Visions Jury Award“ der internationalen Jury der Nippon Connection gewann sowie Masahiro Kobayashis HAURUS REISE (2010). Fünfter Film ist Ryôtarô  Makiharas Anime-Verfilmung des Project Itoh Romans EMPIRE OF THE CORPSES (2015), produziert vom Wit Studio.

Präsentiert werden die 4. Japanischen Filmtage vom Filmhaus Saarbrücken in Zusammenarbeit mit der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Saarbrücken e.V., dem Japanlektorat an der Universität des Saarlandes, dem Japanischen Kulturinstitut Köln und der Takasaki Cinémathèque in Japan.

Das Programm im Überblick:
Donnerstag, 11. Mai
20 Uhr: Haurus Reise

Freitag, 12. Mai
20 Uhr: Dear Deer

Samstag, 13. Mai
20 Uhr: Jirokichi the Rat (Eintritt frei)

Sonntag, 14. Mai
17 Uhr: Project Itoh: Empire of the Corpses
19.30 Uhr: Ikiru – Einmal wirklich leben

Weitere Veranstaltungen: Übersicht auf Okaeri

 

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