Neues Buch über Akira Kurosawa erschienen

Es ist für mich eine besondere Freude, an dieser Stelle auf das soeben im Psychosozial-Verlag erschienene Buch Akira Kurosawa. Die Konfrontation des Eigenen mit dem Fremden hinzuweisen, denn auch ich selbst bin mit einem Beitrag in dem Sammelband vertreten.
Insgesamt 16 Beiträge versammelt das Buch, darunter eine Einführung in den Filmkosmos von Akira Kurosawa , zwei Aufsätze, die sich speziellen Aspekten des Filmemachers an sich widmen sowie 13 Aufsätze, in denen es um einzelne Werke aus Kurosawas Filmografie geht. In meinem Text befasse ich mich mit der Rolle von Individuum, Gemeinschaft und Zeit in DIE SIEBEN SAMURAI.

Mit seinem interdisziplinären Ansatz setzt sich das Buch mit Schlüsselwerken der jeweiligen Schaffensphasen Kurosawas auseinander, von den humanistischen Nachrkiegsfilmen bis zu seinem pessimistischen Spätwerk. Dabei liefert es film-, musik- und sozialwissenschaftliche Perspektiven, ebenso wie kunsthistorische und insbesondere auch psychoanalytische Beiträge.

Grundlage der Schriftenreihe „Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie“, als deren 14. Band das Buch erscheint, ist das Mannheimer Filmseminar im Cinema Quadrat, über das ich im vergangenen Januar umfangreich berichtet habe. Die Referate des Seminars wurden für den Sammelband schließlich um weitere Beiträge ergänzt.

In der Verlagsankündigung des Buches heißt es:

Der oscarprämierte Akira Kurosawa (1910–1998) gehört zu den weltweit einflussreichsten und wichtigsten Regisseuren des 20. Jahrhunderts. Sein mit dem Goldenen Löwen ausgezeichneter Film Rashomon (1950) gilt als Meilenstein der Filmgeschichte und machte das japanische Kino in Europa bekannt. Mit den Sieben Samurai (1954) schuf er einen vom Westerngenre beeinfl ussten Klassiker, der unter anderem John Sturges als Vorlage für Die glorreichen Sieben (1960) diente. Sein Film Yojimbo (1961) inspirierte zudem Sergio Leone zu Für eine Handvoll Dollar (1964), der den Beginn des Italowestern kennzeichnet. Seine Erfolge und seine Wirkung auf westliche Filmemacher brachten ihm den Ruf des »westlichsten« Regisseurs Japans ein. Dabei wurde übersehen, wie sehr sich Kurosawa mit seinem Land und dessen Kultur beschäftigt hat. Das Werk und die humanistische Haltung des Regisseurs nutzen die AutorInnen für den aktuellen Diskurs über die Conditio humana.

Gerhard Schneider, Peter Bär, Andreas Hamburger, Karin Nitzschmann und Timo Storck (Hg.) Akira Kurosawa. Die Konfrontation des Eigenen mit dem Fremden, Psychosozial-Verlag, Buchreihe: Im Dialog: Psychoanalyse und Filmtheorie (Band 14), 206 Seiten, 24.90 Euro, ISBN 978-3-8379-2715-3.

Alle Infos und eine Lesprobe gibt es auf der Verlagsseite zum Buch.

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