Over the Fence

„Liebe hat nicht immer mit Vernunft zu tun“, bekannte Nobuhiro Yamashita (LINDA, LINDA, LINDA) auf der Nippon Connection. Seinen persönlichen Nachweis dafür lieferte er in 113 Minuten voll schwerwiegender Gefühlsgefechte: OVER THE FENCE ist eine Außenseiter-Lovestory, die in ihren wohligen Momenten kaum weniger fordert, als während ihrer offenen Konfrontationen.

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The Mohican Comes Home

mch posterDer Mohikaner kehrt nach Hause zurück – schon die Metapher im Filmtitel spielt mit dem Kontrast: Der „Mohikaner“ Eikichi, zugezogener Großstädter mit Lederjacke und Irokesenschnitt, inmitten des heimatlichen Idylls auf einer kleinen Insel bei Hiroshima. Hier der Vater, Leiter des Highschool-Orchesters, der den Elvis von Hiroshima, Yazawa Eikichi, bedingungslos verehrt, dort der Sohn, der provokante Death-Metal-Sänger, der in rotzigen Clubs in Tokio Texte über Tod und Verderben ins Mikro growlt. Es sind Generationen, die in THE MOHICAN COMES HOME aufeinandertreffen und grundverschiedene Lebensentwürfe. Das sorgt für mächtig viel Troubel und ebnet den Weg für ein ebenso verrücktes wie warmherziges Familienabenteuer voller Rhythmus und Herz.

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Creepy

Creepy PosterMan muss sich nicht erst allzusehr in das Werk Kiyoshi Kurosawas (PULSE) vertiefen, um feststellen, dass er kein Mann für leichte Stoffe ist. Häufig sind seine Filme, nun ja… creepy – gruselig also, und unheimlich. Dabei setzt der 60-Jährige selten auf spekulative Schockmomente sondern vielmehr auf eine behutsame atmosphärische Verdichtung. Eine Atmosphäre des Unbehagens wohlgemerkt! So kann der Titel seines neuesten Films durchaus selbstreferentiell verstanden werden – ironisch gemeint ist er nicht. Denn CREEPY ist creepy.

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Lowlife Love

Lowlife Love PosterEs ist schon ein hartes Geschäft, das Filmbusiness. On top sowieso, wo die großen Leinwandmärchen entstehen – doch besonders auch am anderen Ende der Nahrungskette. Dort nämlich, wo Träume schneller zerplatzen, als sie geträumt werden, wo mehr geplant wird, als gedreht, weil es an allem fehlt: An Geld, an Kontakten und kreativem Vermögen. Nur nicht an Leidenschaft und dem Willen, es doch noch irgendwie zu schaffen. Genau in diesem Milieu der Super-Independent und Ultra-Low-Budget-Filmszene spielt LOWLIFE LOVE.

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Under the Cherry Tree

Kei Tanaka bekam für UNDER THE CHERRY TREE den Nippon Visions Audience Award

Kei Tanaka kam zur Deutschlandpremiere von UNDER THE CHERRY TREE nach Frankfurt.

„Ich bin glücklich“, sagte Kei Tanaka auf deutsch, als ihr die Jury zum Abschluss der 16. Nippon Connection ein Special Mention für ihren Film UNDER THE CHERRY TREE aussprach. Doch das sollte nicht die größte Überraschung für die 29-jährige Filmemacherin bleiben – denn nicht nur die Jury war von ihrem Debütfilm begeistert, sondern auch das Publikum. Der Lohn: Der Nippon Visions Audience Award für UNDER THE CHERRY TREE.

In ihrem einfühlsamen Dokumentarfilm blickt Kei Tanaka auf die Menschen in einem Housing-Project, einem Sozialbaukomplex in dem überwiegend ältere und arme Menschen leben.

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